Geschichte des Restaurants "Die Schule"
Das Restaurant befindet sich in den Räumen einer 2005 geschlossenen Schule an der Kastanienallee. Gebaut wurde sie 1960 im damaligen Ostteil von Berlin - als Erweiterung einer aus insgesamt 5 Häusern bestehenden Schule, deren Grundstein schon 1867 gelegt wurde. Alle 5 Häuser haben immer als Schulen gedient, unter Wilhelm II, im Dritten Reich, in der DDR und auch nach dem Mauerfall noch - bis 2005. Eine Karte des Schulgeländes mit den 5 Häusern, die heute als Restaurant, Hotel und Sprachschule genutzt werden, finden Sie neben dieser virtuellen Tour.
Geschichte des Oderberger StadtbadsDie oben beschriebenen Schule gehört zum selben Bauensemble wie das Oderberger Stadtbad - mehr zur Geschichte des Oderberger Stadtbads
Wo jetzt das Restaurant "Die Schule" ist, waren ...
| 1701 |
| ... noch die Äcker des "Königlichen Vorwerks", Ländereien weit vor den Toren Berlins, die Friedrich I. für sich beansprucht und die später peu à peu verkauft werden. |
| 1826 |
| ... legt der reiche Bauer Wilhelm Griebenow die Kastanienallee an: ein holperiger Weg, über den er seine Äcker erreicht. Griebenow träumt davon, "Berlin zu erweitern und Paris ähnlich zu machen", entfacht einen Immobilienboom und stirbt als Multimillionär durch Grundstücksverkäufe: Mietskasernen entstehen links und rechts der Kastanienallee. Auch da, wo sich heute das Restaurant befindet, stehen bis zum 2. Weltkrieg noch zwei Mietskasernen. |
| 1867 |
| ... wird unmittelbar hinter den Mietskasernen an der Kastanienallee eine Schule erbaut, womit eine Tradition begründet ist: Ob 15. Gemeindeschule oder 40. Volksschule - die Schultypen wechseln, doch seit damals ist das Gelände an der Kastanienallee 82 Schulstandort. |
| 1881 |
| ... fährt die erste Tram durch die Kastanienallee, zunächst noch von Pferden gezogen, ab 1900 dann elektrisch betrieben. |
| 1902 |
| ... wird direkt neben der Schule das Oderberger Stadtbad gebaut. Links und rechts am Oderberger Stadtbad entlang führen 2 Zufahrtswege, über die die Schüler und Schülerinnen - getrennt nach Jungen und Mädchen - auf das Schulgelände gelangen. |
| 1920 |
| ... bekommt das Häusermeer rundum den Namen, den es bis heute trägt: Prenzlauer Berg. Anlass ist eine Verwaltungsreform, die diverse bislang eigenständige Stadtteile zusammenfasst zu Groß-Berlin. |
| 1945 |
| ... ist der Krieg vorbei. Bomben haben die Schulgebäude selbst weitgehend verschont, doch die beiden Mietskasernen unmittelbar vor der Schule an der Kastanienallee zerstört. Der Unterricht wird schon kurz nach Kriegsende wieder aufgenommen. |
| 1949 |
| ... geht die Schule in den Besitz der gerade gegründeten DDR über - was am Lehrplan zu erkennen ist, der DDR Richtlinien folgt, sowie an den Namen, die die Schulen von jetzt an tragen: Eine Zeitlang z.B. heißt eine der Schulen nach Ernst Knaack, einem Kommunisten und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. |
| 1960 |
| ... entsteht das Gebäude, in dem sich heute das Restaurant befindet - auf den Trümmern der beiden Mietskasernen, die gegen Ende des 2. Weltkriegs durch Bomben zerstört worden waren. Auch dieses neue Gebäude beherbergt eine Schule. |
| 1989 |
| ... als die Mauer fällt, geht der Schulbetrieb in der Kastanienallee weiter. Wieder wechseln Schultypen und Namen, aus der 1. Real- und Hauptschule z.B. wird später die Gustave-Eiffel-Oberschule. |
| 2005 |
| ... schließt das Bezirksamt den Schulstandort Kastanienallee 82 - Eröffnung des Restaurants "DIE SCHULE". |